Wacom Hybrid
- Kontext
- Semesterprojekt im 2. Semester, Hochschule Osnabrück
- Jahr
- 2017
- Produkt
- Computermaus und Grafiktablett in einem Gerät
- Meine Rolle
- Konzept, Gestaltung, Modellbau
Ausgangslage
Die Aufgabe stellte unser Professor in einem Modul meines Studiums: eine bestehende Marke auswählen und ihre Formsprache auf eine Computermaus übertragen. Der Wacom Hybrid ist also ein Studienprojekt, kein Produkt und kein Auftrag von Wacom. Meine Wahl fiel auf Wacom, eine renommierte Marke für Grafiktabletts. Die Idee kam mir in der Vorlesung: Viele meiner Kommilitonen skizzierten digital und recherchierten gleichzeitig im Internet. Warum also nicht beides in einem Gerät vereinen? So entstand ein Hybrid aus Maus und Grafiktablett: Zugeklappt ist er eine Maus, aufgeklappt ein Grafiktablett. Im Bild links als Maus, rechts aufgeklappt zum Zeichnen, dazu Stift und Tastenmodul.
Entwurf
In Skizzen habe ich durchgespielt, wie sich Maus und Zeichenfläche ineinanderfügen lassen und wo Stift und Bedienelemente Platz finden. Die Formsprache habe ich von den Wacom-Tablets abgeleitet: ruhige, abgerundete Flächen, dunkle Oberflächen und klar abgesetzte Bedienfelder. Zum Set gehört ein eigenes Tastenmodul mit drei Schnelltasten. Für den Wechsel zur Maus wird es auf die Zeichenfläche gelegt und mit ihr zugeklappt. Alle Teile halten magnetisch: Stift und Tastenmodul lassen sich links oder rechts am Tablet andocken, passend für Links- wie Rechtshänder. So bleibt alles kompakt zusammen und nichts geht verloren.
Modellbau
Die Klappmechanik habe ich zuerst mit Faltmodellen aus Karton getestet, danach Form und Größe in Hartschaum. Mit einem Funktionsmodell ließ sich das Ein- und Ausklappen in der Hand ausprobieren. Daraus entstand Schritt für Schritt der Prototyp.
Ergebnis
Am Ende stand ein Designprototyp, dessen Klappmechanik wirklich funktioniert: Der Wechsel zwischen Maus und Grafiktablett klappt am Modell genauso wie gedacht. Anschließend habe ich ihn geschliffen, grundiert und lackiert. Die Bilder zeigen das fertige Anschauungsmodell neben einem Wacom-Tablet, an dessen Formsprache ich mich orientiert habe. Im direkten Vergleich hatte ich den Eindruck, dass sich der Hybrid gut in die bestehende Produktfamilie einfügen würde.
Manchmal muss man nichts Neues erfinden, sondern zwei bekannte Dinge geschickt zusammenbringen.
Nächstes Projekt
